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»LitCrit«
Literaturkritik und literarische Öffentlichkeit im europäischen Vergleich. 2007-2009
Projekt
des Literaturhauses München
Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung des Bundes
Konzept & Projektleitung:
Dr. Reinhard G. Wittmann
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Der Kritiker hat in der literarischen Öffentlichkeit demokratischer Gesellschaften eine zentrale Rolle. Ohne seine das Werk charakterisierende, vermittelnde und kritisierende Stimme ist die Auseinandersetzung über Bücher und ihre Verankerung im kollektiven Bewusstsein nicht denkbar.
In Deutschland sind die Entwicklungen der letzten Jahre von dem paradoxen Befund gekennzeichnet, dass die Literaturkritik quantitativ zunimmt (Literaturseiten, Literaturbeilagen, Zeitschriften), ihre Bedeutung jedoch immer geringer eingeschätzt wird. Wiederkehrende Stichworte einer Krisenanalyse sind der Strukturwandel der Medien, der Zwang nach eher informierenden, unterhaltenden Formen oder die schwindende Wirkung der Kritik für den Verkauf von Büchern. Diskussionen über diese Entwicklungen haben aber zugleich die Einsicht in die grundsätzliche Allianz und Abhängigkeit von Literatur und Literaturkritik für jede literarische Kultur bestärkt.
Die Situation in anderen europäischen Ländern stellt sich ähnlich und zugleich sehr verschieden dar. Die Kenntnis voneinander, Austausch und Vernetzung von Publizistik und Literaturkritik in Europa sind erstaunlicherweise gering. Das zu ändern hat sich das Projekt »LitCrit« im Literaturhaus München zum Ziel gesetzt.
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